Das Pantherchamäleon

 

Furcifer pardalis gehört zu den großen Chamäleon Arten.
Die durchschnittlich erreichte Gesamtlänge (Männchen) beträgt um die 40 cm, sie können aber bis zu 52 cm lang werden.
Die Weibchen bleiben deutlich kleiner (ca. 30 cm).
K eine Unterarten:
die Zugehörigkeit zu den einzelnen Populationen erkennt man recht einfach anhand der unterschiedlichen Farbenformen
- Anbanja, Nosy Be, Diego Sucharez etc.

Eine recht lebhafte Art, die überraschend schnell laufen und auch gut springen kann.
eierlegend, befähigt zur Vorrratsbefruchtung

Herkunft und Lebensraum


Madagaskar und die nahe liegenden Inseln Nosy Be' und Nosy Boraha
auf die weiter entfernteren Inseln Reunion und Mauritius wurden sie wahrscheinlich ausgesetzt

- sie bewohnen meistens die Küstenstreifen mit feucht- heißem Klima, auf Büschen, Bäumen und Palmen, aber auch als Kulturfolge in Gärten und an Feldrändern
Sommer - Winter Rhythmus mit Regenzeit von November bis März
Temperaturen: 22° bis 40°C
Tag- Nachtabsenkung ca. 6° C

Geschlechtsunterscheidung


Die adulten Männchen besitzen 2 kleine "unechte" Hörner (Nasenfortsätze) die sich aus den beiden Rostralkanten bilden, eine verdickte Schwanzwurzel und je nach Popularition, eine bunte Farbgebung (rot, orange, blau, grün, türkis u.s.w.).
Die Weibchen sind dagegen unscheinbarer.
Im Terrarium gepflegte Furcifer pardalis (Männchen) können ein Alter von durchschnittlich 4- 6 Jahren erreichen (es gibt aber Tiere die bis 8 Jahre alt wurden). Die Weibchen sterben meistens früher, mit einem Alter von ca. 2,5 Jahren stellen sie schon häufig die Eiablage ein.
In der freien Natur werden Furcifer pardalis nur ca. 2 Jahre alt.


Haltung


Das Pantherchamäleon muss einzeln gehalten werden, da die Aggressivität relativ stark ausgeprägt ist.
Allerdings ist der Sichtkontakt zu anderen Pantherchamäleon (in Terrarien gehalten) möglich, da die Chamäleons auch in freier Natur in größeren Populationen leben, wobei die Tiere gegenseitig ihr Territorium achten.
Der Sichtkontakt zu anderen Reptilien sollte aber vermieden. Ch. pardalis fressen durchaus auch kleinere Echsen.

Da F. pardalis eine recht stattliche Größe erreichen und sehr lebhaft sind, sollte das Terrarium großzügig bemessen werden.
Wie die meisten Chamäleonarten brauchen F. pardalis ein gut belüftetes Terrarium, vorzugsweise 2 Seiten aus Gaze.
Auch eine freie Haltung im Zimmer, am Blumenfenster (wenn man die Luftfeuchtigkeit herstellen kann), Wintergarten, im Sommer im Freien oder am Balkon, ist möglich.
Tagestemperaturen:
Temperaturgefälle ca. 24- 28° C
Nachtabsenkung auf Raumtemperatur ca. 20- 22° C
WärmeSpots: ca. 40°C
Luftfeuchtigkeit: 70- bis 100%
mittags abfallend, morgens und abends ansteigend
(mindestens 2x sprühen)


Terrarium


viele Klettermöglichkeiten (Äste), Pflanzen, gute Beleuchtung, Wärmespot(s)
Furcifer pardalis sind wahre Sonnenanbeter.
Den Weibchen muss man unbedingt eine ca. 15 - bis 20 cm hohe Substratschicht zur Verfügung stellen, da sie ihre Eier in einen selbstgegrabenen Gang in die Erdschicht legen.

Ernährung


alle gängigen Futterinsekten, nackte Mäusebabys,
regelmäßige Vitamin- und Mineralstoffgaben

Wasseraufnahme:
durch Auflecken des Sprühwasseres, zusätzlich 2x wöchentliches Tränken mit der Pipette
oder eine Tropftränke etc. wir empfehlen keine Beregnungsausanlage wegen den Bakterien die sich dort schnell mal festsetzen. Lieber mit der Hand sprühen so hat man seine Tiere auch viel besser unter Kontrolle.

Paarung

 

Zur Paarung setzt man das Weibchen ins Terrarium des Männchens, das sofort mit dem Balzen beginnt. (sollte das Weibchen mit dunkler Farbe und starkem Fauchen reagieren sollte man den Paarungsakt unterbrechen und später nocheinmal probieren)
Es präsentiert sich mit seinem schönsten Farbkleid nickend dem Weibchen.
Wenn das Weibchen nicht paarungsbereit ist, droht es dem Männchen sofort und versucht es zu beißen.
Ist das Weibchen paarungsbereit verhält es sich ruhig, läuft langsam ein paar Schritte weg, wird vom nickenden Männchen eingeholt und von hinten bestiegen. Die Paarung dauert etwa 10 Minuten.
Die Paarungsbereitschaft dauert ca. 3 Tage an, in denen sich die Tiere einige Male paaren können.
Das Belassen des Weibchens im Terrarium sollte nicht ohne Aufsicht geschehen, da die Weibchen den Männchen bei Beißereien schwere Verletzungen zufügen können. Die Männchen aber haben eine Beißhemmung gegenüber den Weibchen.
Danach trennt man die Chamäleons wieder, da die trächtigen Weibchen besonders aggressiv reagieren.
Trächtige Weibchen sind sehr futtergierig und müssen besonders hochwertig ernährt werden. Besonders auf Zufuhr von Mineralien (Kalk- zur Bildung der Eierschalen) ist zu achten.
Nach etwa 30 bis 45 Tagen legt das Weibchen 12 bis 46 Eier am Ende eines bis zum Boden des Terrariums reichenden Ganges ab. Nach der Eiablage verschließt sie den Gang sorgfältig.
Die Eier werden aus dem Terrarium genommen und im Inkubator gezeitigt.
Nach etwa 160 bis 360 Tagen schlüpfen die Jungtiere
.

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